Freitag, 1. Juli 2016
Die Sächsische Zeitung scheißt auf den Pressekodex. Oder: Und die LVZ zensiert weiter
Also ich mag die Sächsische Zeitung, auch wenn es ein SPD-Parteiblatt ist ... aber immerhin, die SZ berichtet jetzt contra Pressekodex über die Nationalität von Missetätern ... Guckst Du hier http://www.sz-online.de/sachsen/fakten-gegen-geruechte-3434300.html
Und jetzt überkam mich ein Bäuerchen ... was würde wohl ein notorisch gutmenschelnder LVZ-Schreiberling wie "MPU" machen ..., für den ja alle Menschen Brüder sind und nicht mal French Fries eine Nationalität haben?

PS Wer die Sache mit Matthias Puppe alias mpu nicht glaubt, lese hier nach http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Drogenrazzia-am-Leipziger-Hauptbahnhof-vier-Festnahmen
Die von der Polizei gelieferte Abschreibevorlage
sprach von Tunesiern und Marokkanern, bei mpu findet sich davon nichts mehr. Vielleicht sollte ich ja doch die Sächsische Zeitung im Abo lesen. Schlechter als bei der LVZ sind die Lokalnachrichten auch nicht ... wäre ja auch kaum machbar ...

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Montag, 27. Juni 2016
Udo Lindenberg in concert. Oder: saugeile Mugge mit verzichtbarer Mittellänge
Sachen gibt's ... dank einer sehr lieben Spende war es mir vergönnt, gestern die Stadionshow von Altmeister Udo Lindenberg in Leipzig mitzuerleben. Fazit: Es war sowas von geil, was der hässliche alte Sack mit seinen 70 Jahren da geboten hat, dass mir stellenweise die Spucke wegblieb. Drei Stunden volle Action mit allen Schikanen, einfach toll. Da kommt der Neid des Jüngeren auf ... Udo, ich drück Dir die Daumen, dass es mit dem Club der 100-Jährigen klappt!

So, und jetzt das Aber: Wer einen in Anbetracht des durchschnittlichen Alters der Zuschauer durchaus normalen Harndrang verspürte, hatte im Mittelteil des Konzertes die Gelegenheit, diesem Bedürfnis nachzugeben, ohne (aus meiner Sicht) Wesentliches zu verpassen. Ca. bei Halbzeit startete Udo L. nämlich politische Aufklärung, kramte in der Kiste mit der Aufschrift "Rock gegen rechts" und ließ gleich noch die Bunte Republik Deutschland von der Kette. Das alles wurde gewürzt mit ein paar eher plumpen Sprüchen in Richtung der Nichtgutmenschenfraktion, dem Gauweilergauleiter-Wortspiel, Stinkefinger hoch und dem pauschalen Rundumschlag mit der Nazikeule. Wer's mag ...
Zwei Dinge fielen mir dabei auf: Erstens signalisierten mir meine sehr verlässlichen Ohren in dieser Phase ein Abflauen der allgemeinen Begeisterung und gelegentliche Pfiffe und zweitens haben einige Bekannte, die deutlich weiter links stehen als ich, ihre Konzerterlebnisse mit dem Spruch "Toll, aber das Nazizeug hätte er sich schenken können" kommentiert.
Dass Udo sich erklärtermaßen nicht verbiegen lässt und seinen Weg geht, ist bekannt. Aber Publikumsbeschimpfung ist trotzdem blöd ...

Noch ein PS.: Eine dritte Kleinigkeit hat mich amüsiert. Bei dem sehr schönen Lied "Wozu sind Kriege da" kenne ich die Zeile
"oder geht’s da nebenbei auch um so religiösen Mist
dass man sich nicht einig wird
welcher Gott nun der wahre ist?"
Und vom "religiösen Mist" ist auch unter http://www.udo-lindenberg.de/wozu_sind_kriege_da.57049.htm die Rede. Lustig, dass Udo Lindenberg gestern (war auch auf der Videowand nachzulesen) vom "religiösen Zwist" gesungen hat ... klingt irgendwie ... angepasster.

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Mittwoch, 22. Juni 2016
Salut von nichtanwesenden Gardisten bei der LVZ. Oder: Lügenpresse reloaded
Vor einigen Jahren erlebte eine Journalistenkollegin ihr berufliches Waterloo. Sie berichtete für ein am Sonntag erscheinendes Anzeigenblatt über ein Volksfest am Kulkwitzer See, das sogenannte Seefest. Diese Party begann samstags und wurde sonntags fortgesetzt.
Alles klar soweit? Nun wurde das besagte Anzeigenblatt aber bereits am Sonnabend gedruckt, um am Sonntagmorgen verteilt zu werden. Die Kollegin war nicht dumm und empfand ihren Bericht einfach vor. Sie las die Ankündigung des Festes und schrieb freitags, wie toll es am Sonnabend gewesen ist oder besser hätte gewesen sein können oder so und schrieb, dass es am heutigen Sonntag (dem Erscheinungstag des Käseblattes) gleich nochmal so toll werden wird.
Der so entstandene Text erschien auf der Titelseite des "Sachsensonntags" und wäre bestenfalls als schönes Beispiel journalistischer Handwerkskunst (ja, auch das Vorempfinden gehört zum Handwerk) in Erinnerung geblieben.
Wäre ... wenn nicht ein kleines Detail ins Höschen der Kollegin gegangen wäre: Sie hatte sich um eine Woche vertan, das Seefest, über das sie euphorisch "berichtet" hatte, fand erst eine Woche später statt. Dumm gelaufen.
Das Prädikat "Dumme gelaufen" verdient übrigens auch der heutige Seite-1-Bericht meiner werten Kollegin Simone Prenzel von der Leipziger Volkszeitung, die fürs Muldentalblatt in epischer Breite einen Aufmacher geschrieben hat und darin über den ersten Abiturjahrgang am Freien Gymnasium Borsdorf berichtet, als wäre sie dabeigewesen.
War sie aber nicht. Wäre sie es, hätte sie sicher ein winziges Detail bemerkt, in dem sich Einladung und Veranstaltung unterscheiden. Hat sie aber nicht, und so dürfen die geneigten LeserInnen der örtlichen Qualitätspresse heute lesen, dass die "Salven der Leipziger Communalgarde lautstark krachten".
Taten sie aber nicht. Das heißt, sie taten es doch, aber nunmal nicht in Borsdorf, sondern ein paar Kilometer entfernt bei einer anderen Veranstaltung. Ebendiese hatte die Gardisten vom Borsdorfer Salvenkrachenlassen abgehalten. Aber nun steht's ja in der LVZ, da wird's schon so gewesen sein, gelle? Die LVZ ist doch keine Lügenpresse nicht.
PS.: Geht sterben, Holzmedien!

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Sonntag, 8. Mai 2016
Lesebefehl in Sachen Islam. Oder: Warum zum Teufel ...
.. weiß das offensichtlich keiner der Laiendarsteller in Berlin?
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article155134929/Junge-Maenner-die-die-Kultur-der-Gewalt-mitbringen.html

Sehr lesenswert ...

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Freitag, 6. Mai 2016
Komisch ...
... mein liebevoll gepflegter und von mir regelmäßig beäugter Honeypot sagt mir, dass jemand intensiv nach mir schaut und sich systematisch durch mein kleines, politisch nicht immer korrektes Tagebuch liest. Also ... ich habe dafür zwei Erklärungen anzubieten. Der eine Ansatz geht davon aus, dass mal wieder jemand versucht, mir ans breitgelatschte Füßchen zu pullern. Aber das glaube ich nicht wirklich, dazu ist die Auswahl der Postings zu ... inkonsequent und außerdem sollte es sich bei den üblichen Ansbeinpinklern herumgesprochen haben, dass ich ziemlich fit in punkto GG, StGB, PrG & umliegende Ortschaften bin.
Mir ist der andere Ansatz lieber, aber darüber erzähle ich hier (noch) nichts ... stay tuned.

Update 23052016: Heute früh wurde noch einmal ganz gezielt "the very best of" abgerufen ... das sieht nach einer Auftragsarbeit aus: Erst hat der Sachbearbeiter sich durch meine politisch nicht immer korrekten Postings gequält, nun hat el Cheffe zum Montagmorgen die Liste vors allerhöchstwichtige Auge bekommen. Schade, bei so pöhsen, pöhsen Postings dürfte es mit dem anderen Ansatz (s.o.) nun Essig sein. Aber wer mich nicht will, hat mich nicht verdient.

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Mittwoch, 20. April 2016
Blick nach Bayern. Oder: Pressekodex mit Hintertür bei der Süddeutschen
Wer in der heutigen, sehr interessanten Zeit als Journalist über Missetaten und Missetäter berichtet, hat's nicht leicht. Oft genug geraten dem Berichterstatter (wie stets mögen sich bei dieser männlichen Form auch die Damen angesprochen fühlen und, wenn's denn unbedingt sein muss, auch all die putzigen Trans- und Zwischendinger) Informationen auf den Tisch, bei denen zwischen Tat und Ethnie des Täters zumindest eine erkennbare Korrelation besteh; eine Korrelation, die auch der geneigten Leserschaft bekannt ist und deren schnödes Weglassen gern mit Begriffen wie "Zensur" und "Lügenpresse" kommentiert wird.
Aber da gibt es ja auch (noch) den Pressekodex, dessen Ziffer 12 folgende Empfehlung gibt: „In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte." Mehr unter presserat.de
Insbesondere linkslastige Schreibtischtäter legen diese Ziffer gern dahingehend aus, dass z.B. ein afghanischer Jungdynamiker, der einen Iraker per Messer zur Ader lassen will und von letzterem per Kantholz zur Unterlassung aufgefordert wird, zum Angreifer (männlich, 22) wird, der Kantholzschläger zum Angegriffenen (männlich, 31). Im Gegensatz dazu wird z.B. ein indigener Leipziger als solcher benannt und gern auch auf dessen sächsischen Dialekt vergewiesen. Die Leser, die sowohl die Quelle, also die Polizeimeldung, als auch die Veröffentlichung in der Presse kennen und vergleichen, kommen dann auf böse Gedanken.
Alles klar soweit? Dann lasst uns in den gottbegnadeten Freistaat Bayern schauen. Die Süddeutsche Zeitung hat für die fragwürdigen Empfehlungen des Presserates eine feine Lösung gefunden. Im Blatt berichtet die SZ über eine Schießerei, die gestern München in Atem hielt, politisch korrekt, nachzulesen hier: http://www.sueddeutsche.de/news/panorama/kriminalitaet-sorgerechtsstreit-loeste-polizei-grosseinsatz-in-muenchen-aus-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160420-99-649666
Fazit: M (40) schießt M (24) im Rahmen eines Sorgerechtsstreites über den Haufen, die gleichfalls envolvierte W (24) bleibt unverletzt. M (40) erhielt durch die Polizei eine leichte Schusswunde und wurde einige Stunden später überwältigt.
Für die Leser, die noch über eine Restmenge an Realitätsbezug und Eigendenken verfügen, hält die SZ den folgenden Link bereit: http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/240129
Den linkscheuen Lesern sei verraten, dass man bei der bayerischen Polizei einige Informationen findet, die den Casus ein wenig erhellen.
Was lehrt uns das (für LVZ-Praktikanten: Was lernt und das?)? Die Münchner sind ganz schön hinterfotzig (so nennt man das wohl dort) und Sauhunde dazu, aber mir ist die Münchner Variante lieber als die Leipziger.

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Samstag, 16. April 2016
Asylbusiness. Oder: Norddeutsches Cleverle
Kürzlich hatte ich das sehr zweifelhafte Vergnügen, bei einer Kesselgulaschparty ein mir nicht nahestehendes Paar wiederzutreffen, dass ich glücklicherweise seit Jahren nicht gesehen hatte. Die beiden sind Ende 60/Anfang 70 und stammen aus Norddeutschland. Irgendwo nahe Ratzeburg betreiben sie so etwas ähnliches wie eine Jugendherberge. Sollten die LeserInnen meines kleinen, politisch nicht immer korrekten Tagebuches sich nun fragen, was ich mit "so etwas ähnliches" meine, so sei ihnen folgendes verraten: Ich hatte vor mehr als einem Jahrzehnt das recht traumatische Erlebnis eines Aufenthaltes in diesem Etablissement und erlebte ein heruntergekommenes Anwesen mit 60er-Jahre-Flair und einem Berg längst überfälliger Investitionen, hinter dem sich der Großglockner locker verstecken ließe. Für Spätmerker: Mehrbettzimmer mit NVA-Flair, Waschräume mit Gemeinschaftströgen und PVC-Hähnen (natürlich Kaltwasser), eine heruntergekommene Küche mit Ekelgarantie sowie eine wirklich schöne Kümmerlingsonne im Speisesaal. Dazu gab's Preis auf gehobenem Niveau und Aufschläge für das allerkleinste Extra, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist. Besagte Herberge dümpelte so vor sich hin und sollte vor zwei, drei Jahren zwecks Altersfinanzierung der Eigentümer verkauft werden. Der Erfolg war sehr überschaubar, der einzige Interessente - ein polnischer Unternehmer, der eine Herberge zum Melken von Saisonarbeitern und anderen armen Schweinen einrichten wollte - ist zuverlässigen Quellen zufolge schreiend weggelaufen, nachdem er die Immobilie gesehen hatte. Andere Quellen berichten auch vom zwischenzeitlich misslungenen Versuch eines warmen Abrisses. Die örtliche Feuerwehr hat das Geschäft wohl platzen lassen, da sie schon eintraf, ehe der bis heute geheimnisvolle Brand eines Nebengebäudes infolge Selbstentzündung aufs Haupthaus übergreifen konnte. Blöde dienstgeile Typen ...
Also schien es, als müssten die Herbergseltern ihre Ruine für sich und ihr verrottetes Wohnmobil auch künftig behalten.
Aber wer das glaubt, hat die Rechnung ohne Angela Merkel gemacht ... jetzt kam die Flüchtlingskrise und mit ihr das unglückliche "Wir schaffen das" und das ganze weitere Elend.
Langer Rede kurzer Sinn: Das Paar mit der vergammelten Jugendherberge vergaß seine bislang eher leitkulturelle Einstellung und wechselte zügig ins Flüchtlingsbusiness. Die wacklige Hütte ist an den Landkreis vermietet, die Küche nun mit fünf neuen Profiherden ausgestattet und das Haus grundsaniert. Doppelstockbetten? Unzumutbar, weg damit. Dass dabei auch die olle Kümmerlingsonne weichen musste, ... scheiß drauf, ist eh haram ...
Nun leben zur Freude der Nachbarn nette zugereiste Menschen dort, wo sich kürzlich noch Schüler auf Klassenfahrt ekeln durften und meine Bekannten sind begeistert. Nach Leipzig zur besagten Kesselgulaschparty kamen sie mit einem frischen Wohnmobil, auf dem brandneuen iPhone zeigte der stolze Herbergsvater Videos, auf denen seine ach so lieben Gäste zu sehen waren ... Und als ich darüber sprach, dass ich mein betagtes Fahrrad mal wieder in Schuss bringen müsste, wollte er es mir gleich abnehmen ... ums an die netten Jungs zu verkaufen, die so gern rumfahren. Mal ehrlich ... lieber hol' ich die Flex raus und mache handliche Stücke daraus ...

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